Forschungsstelle

Mensch-Maschine-Interface

Kronach

 

Welche Aufgaben übernimmt die Forschungsstelle?

Die im Jahr 2014 eingerichtete Forschungsstelle „Man Machine Interface“ bzw. „Mensch-Maschine-Schnittstelle“ richtet sich speziell an Unternehmen im Raum Kronach. Sie wurde mit dem Ziel gegründet, die Innovationskraft der Kronacher Region zu unterstützen und den Technologietransfer zwischen der Hochschule Hof und den ansässigen Unternehmen zu stärken. Diese können dank der Förderung durch die bayerische Staatsregierung ohne langwierige Antragstellung direkt auf die Mitarbeiter zugreifen, um Forschungs- und Transferprojekte mit einer Laufzeit von sechs Monaten bis zu drei Jahren durchzuführen. Für die Jahre 2019 und 2020 stehen jeweils rund 350.000 Euro zur Verfügung.

 Welche Projekte werden gefördert?

Durch die Forschungsstelle werden solche Projekte unterstützt, die von der physischen Ausführung einer Benutzerschnittstelle (Fertigungsverfahren, elektronische Auswertung) über die grafische Repräsentation (vom Smartphone über Tablets bis hin zum PC) bis hin zu selbstlernenden Systemen zur Bedienerunterstützung reichen können. Damit wird das breite Anwendungswissen der Hochschule Hof und ihrer vier Forschungsinstitute mit den Themen Materialwissenschaften, Wasser und Energie, Biopolymere und Informationssysteme für die Unternehmen zugänglich.

Wie kann eine Kooperation aussehen?

Die bisherigen Kooperationen haben die Wirtschaft im Raum Kronach nachhaltig gestärkt. Seit dem Gründungsjahr sind viele erfolgreiche Kooperationen entstanden. Das Echo der Projektpartner war dabei durchweg positiv.

„Die beteiligten Loewe-Mitarbeiter konnten während des Projektverlaufs neben neuen Erkenntnissen auch nützliche Erfahrungen für künftige Projekte sammeln. Die Zusammenarbeit mit dem Institut für Materialwissenschaften der Hochschule Hof gestaltete sich stets konstruktiv und angenehm.“

Alexander Olbrich – Loewe Technologies GmbH

Die Forschungsstelle bietet zwei Modelle für die Zusammenarbeit:

Modell 1 – Ergebnisse sind nur den Partnern zugänglich: In einem derartigen Projekt dienen die staatlichen Mittel der Stärkung der Innovationskraft eines Unternehmens der Region mit Hilfe eines von der Hochschule Hof durchgeführten Forschungs- und Entwicklungsprojekts. Das Projekt wird hälftig durch das kooperierende Unternehmen und die Hochschule Hof über die Bereitstellung von Sach- und Personenressourcen getragen.

Modell 2 – Technologie- und Wissenstransfer: In einem derartigen Projekt dienen die staatlichen Mittel der Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der Hochschule Hof und des Transfers der Ergebnisse breit in die Region. Die Förderfähigkeit und die Relevanz des Forschungsansatzes für die Region Kronach wird durch die Kooperation mit einem oder mehreren Unternehmen nachgewiesen, wenn die Aktivitäten der Forschungsstelle die Wirtschaftsregion Kronach stärken, die Technologieführerschaft der Unternehmen der Region ausbauen helfen oder aus dem Projekt Ausgründungen, Patente oder positive Auswirkungen auf den regionalen Arbeitsmarkt enstehen. Die Ergebnisse des Projektes werden auf nichtdiskriminierender Basis veröffentlicht (Konferenz, Zeitschrift).

Welche Unternehmen und Zielgruppen kommen in Frage?

Die Forschungsstelle adressiert thematisch insbesondere die Schnittstellen zwischen Ingenieurswesen und Informatik und ist somit einerseits für die Entwicklungsabteilungen interessant, die ähnliche Aufgaben bearbeiten. Es sind aber auch Transferprojekte denkbar, bei denen ein Problem im Unternehmen angegangen wird, wie beispielsweise die Visualisierung von Maschinenzuständen für den Werker in der Produktion. Somit sind auch Produktions- bzw. Verwaltungsabteilungen angesprochen.